Google Ads für Handwerksbetriebe — was wirklich wirkt
Google Ads sind für Handwerksbetriebe einer der schnellsten Hebel — aber auch einer der teuersten, wenn falsch gemacht. Hier eine ehrliche Anleitung: was wirkt, was Budget verbrennt.
Vorab: lokales SEO + Google Business Profile ZUERST
Bevor Sie einen Euro in Ads stecken: Google Business Profile vollständig ausgefüllt? Bewertungen aktiv? Webseite konvertiert? Wenn nicht — erst das. Sonst verbrennen Sie Ads-Budget auf einer Landing-Page, die nicht konvertiert.
Welche Kampagnen-Typen für Handwerk
1. Lokale Suchkampagnen (Standard)
Keywords: „Elektriker Forchheim", „Dachdecker Erlangen", „Maler Nürnberg". Match-Types: Phrase + Exact (nicht Broad — verbrennt Budget). Geo-Targeting: 25-50 km Radius.
2. Performance Max (PMax) — vorsichtig
Automatisch. Funktioniert gut, wenn Conversion-Tracking sauber. Falle: ohne sauberes Tracking optimiert Google auf falsches Ziel.
3. Lokale Anzeigen
Direkt in Google Maps + Suche, ohne Webseite. Funktioniert sehr gut für Handwerk mit Telefonkontakt.
4. Display-Remarketing
Besucher die schon auf Ihrer Seite waren, wieder ansprechen. Geringes Budget, hohe Conversion.
Was NICHT funktioniert
- Broad-Match-Keywords — „Reparatur" zieht Klicks aus halb Deutschland. Geo-Limit allein reicht nicht.
- Ad-Strength „Hervorragend" um jeden Preis — funktioniert für Software, nicht für Handwerk
- Hochpreis-Keywords ohne USP — „Photovoltaik" kostet 8-15€ pro Klick, ohne klares Angebot verbrennt
- Landing-Page ohne Telefonnummer — Handwerks-Kunden wollen anrufen, nicht E-Mail
Budget-Struktur
Faustregel: 800-2000€/Monat Mindest-Budget für meaningful Daten. Drunter ist Stochern im Nebel. Aufteilung: 70% Suche, 20% Lokale Anzeigen, 10% Remarketing.
Tracking ist Pflicht
- Conversion-Tracking: Telefon-Anrufe (Google-Trackingnummer), Formular-Submits, WhatsApp-Klicks
- Server-Side Tracking — falls iOS-Privacy ausgespielt: Server-zu-Server-Conversion
- Google Analytics 4 — Standard, aber konfigurieren!
Wir messen, dann skalieren
Erst 4 Wochen Performance messen, dann Budget hoch oder runter. Niemals blind hochskalieren — Google liebt das, Ihre Marge nicht.
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